Blogbuch 3

Was ist der Unterschied zwischen Hausbesuch und Hausbesichtigung?

„Häää?“ wird sicher der ein oder andere jetzt machen. Jaa, ich bin mir da auch nicht so sicher. Weil für mich ist es ein großer, aber für manch einen wohl das Gleiche. Aber ich erzähl mal von Anfang an:

Samstag Nachmittag saß ich bei meinem wohlverdienten Feierabend Kaffee, als mein Handy klingelte. Unbekannte Nummer für mich, aber ich gehe trotzdem ran. Bin ja ein netter Mensch 😉 „Ja Hallo, hier ist XY. Ist das Haus noch frei?“ “ Äääh nein. Wir wohnen seit Anfang Dezember nicht mehr drin. Tut mir leid. Ich weiß nicht wie Sie an meine Nummer gekommen sind, aber ich bin dafür nicht zuständig. Nummer vom Vermieter? hab ich nicht mehr zur Hand. Schönen Tag noch.“ Hm, komisch. Wieso fragen die jetzt noch nach dem Haus am Plastenberg? Wer hat meine Nummer ohne fragen rausgegeben. Das waren so meine Gedankengänge für ein paar Minuten, danach war das Thema für mich wieder erledigt.

Heute Morgen. Ich saß bei ner leckeren Tasse Kaffee, zufrieden darüber, dass ich die Anmeldungen meiner Kinder hinter mich gebracht habe. Der Große möchte Voll-Abi machen und der Kurze wechselt endlich auf die weiterführende Schule. Aber darum geht es ja nicht.

Handy klingelt. Nummer mir unbekannt, aber mit Mescheder Vorwahl. „Hallo hier spricht XY. Ist das Haus noch zu vermieten?“ Ja verdammte Axt!!! „Ääähh, woher haben Sie denn meine Nummer?“ Der junge Mann antwortet folgendes.“ Aus den gelben Seiten.“ Aha! Ein Haus zu vermieten. In den gelben Seiten. Seit wann?!? “ Tut mir leid junger Mann, aber in den gelben Seiten steht nur meine Ernährungsberatung und ich mach Hausbesuche.“ „OH, ach so. Ja, dann.“ “ Ja, tut mir leid. Wiedersehen.“

WAS WAR DAS??!!?? Es hat ein wenig gedauert, aber eine Erklärung kam mir dann doch in den Sinn. Die haben einfach Hausbesuch mit Hausbesichtigung, sprich Haus zu vermieten, gleichgesetzt. Gut, Ich wäre nie auf diese Verknüpfung gekommen, aber die Wege der Logik sind unerschöpflich. Bin ja mal gespannt ob noch jemand anruft.

Aber jetzt mal ehrlich, hättet Ihr das auch SO miteinander verbunden? Oder bin ich zu kompliziert im denken?

Naja, so fing die Woche ja ganz amüsant an. Mal sehen, was mich sonst noch so erwartet. Homeschooling läuft immer noch ziemlich rund, die Kinder jag ich regelmäßig um den Block oder durchs Haus 😉. Am Freitag haben wir mal eben den Flur und Treppenaufgang gestrichen. Also mein Mann hat das meiste getan. Ich hatte erst eine liebe Freundin da zum Kaffee trinken. Aber danach hab ich die Rolle geschwungen. Nu planen wir die nächsten Schritte. Noch hab ich ein kleines kreatives Chaos im Kopf, das ich erst sortieren muss. Das wird schon werden. Uns hetzt ja keiner.

Das wars dann erstmal wieder von mir. Bis die Tage dann und vorallem

Bleibt gesund 🍀

Blogbuch 1

Ab heute, 12.01.2021, werde ich Euch regelmäßig darüber in Kenntnis setzen, wie es hier so läuft. Das heißt genauer, wie geht es mit der Selbständigkeit voran, was macht das Fernstudium, wie sieht es beim Homeschooling aus, halt einfach der absolut normale Wahnsinn in einer 5-köpfigen Familie. 😉

Was soll ich schreiben? Ganz ehrlich……ich hab keinen blaßen Schimmer, wo ich anfangen soll, wo weitermachen und geschweige denn, wo ich aufhören soll. Es ist alles so total abstrus. Ich hatte genau vor einem Jahr so viele Ideen, Vorstellungen, was ich alles machen wollte. Tja, aber dann kam Corona. Keine Hausbesuche möglich. Nur über Internet war Kommunikation möglich. Guut, zu dem Zeitpunkt hatte ich nur eine Klientin, da reichte telefonieren. Aber es war trotzdem Doof, so ganz ohne soziale Kontakte. Also schlich das Frühjahr und der Frühsommer an mir vorbei. Meine Lichtblicke waren dabei mein neues Auto, unser äußerst spontane Hauskauf kurz vor unserem Familienurlaub bei Schwiegermama und natürlich eben dieser Urlaub.

Mein Flitzerchen. Hatte ich erwähnt, das Blau meine Lieblingsfarbe ist?
Familienurlaub in Meck.-Pomm

Es ging langsam auf den Herbst zu und wir waren voll im Umzugsfieber. Denn zum 01.12.20 sollte es in unser neues Haus gehen. Ging es auch. Was sich in 12,5 Jahren in einem Haus ansammeln kann, ist schon Wahnsinn. Naja, die Diakonie, das Rote Kreuz und auch der Sperrmüll haben sich gefreut. Alles lief echt reibungslos ab. Der Umzug war schneller erledigt, als ich je gedacht hätte. Und dann waren auch die Kisten schon wieder ausgepackt und selbst die Weihnachtsdeko stand am ersten Adventswochenende und das wo wir erst den Freitag vorher eingezogen sind. Wie das geklappt hat? Tja, das weiß nur Gott allein….oder so. Wo wir die Kräfte hergenommen haben, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Sie waren einfach da.

Mittlerweile haben wir uns wieder erholt. Was sollten wir auch anderes tun, wenn alles zu ist. Schon wieder! Aber eben nicht zu ändern. Klar, ich würde auch lieber mal mit den Kindern schwimmen fahren. Meinem großen Sohn schulde ich immer noch einmal Schlittschuhlaufen von vor 2 Jahren zum Geburtstag gewünscht. Als wir das jetzt vergangenen Herbst einlösen wollten, musste schon wieder alles schließen. Immer nur spazieren gehen ist auf Dauer auch soooo grotten langweilig für die Kids. Auch ich weiß nicht mehr wohin mit meiner angestauten Energie. Aber Schluß jetzt mit „MIMIMI“!!! Wir können froh sein, das wir gesund sind, uns draußen bewegen können.

Jetzt bin ich irgendwie völlig abgedriftet!

Wie sieht es jetzt aus? GENAUSO bescheiden wie vor einem Jahr. Es war alles schon ein wenig geplant von mir. Im November/Dezember konzentrier ich mich auf den Umzug und das wir im neuen Haus gut ankommen. Und ab Januar starte ich dann wieder durch mir meiner Ernährungsberatung und beende meine Fachberaterin. Pah, am A..ch hängt der Hammer! „Rien ne va plus“- Nichts geht mehr! Es ist so frustrierend. Du möchtest, kannst aber nicht. Vorträge halten vor MENSCHEN? Fehlanzeige! Nur Online möglich. Ist ja gut und schön. Und auch super das die Technik heute soweit ist. Aber ich habe gerne persönlichen Kontakt zu Menschen. LIVE! Vor mir sitzend in einem Raum, in dem ich stehe und was erzähle! Das ist mein Wunsch in den nächsten Monaten. Das man sich ohne Angst wieder treffen kann. Nicht nur draußen. Auch drinne sitzend! Naja, was solls. Motzen bringt mich nicht weiter. Dann sollte ich ja jetzt genug Zeit haben mein Fernstudium fertig zu bekommen. Hoffentlich! Bin ein kleines bisschen im Verzug. Auch da könnte ich Corona alles in die Schuhe schieben. Zumindest ein bisschen.

Und solange ich jetzt noch ausgebremst werde, muss ich wohl meine liebe Familie nerven müssen 😉

Hmm….aber ich glaube, das macht die gerade mit mir. Nein! Es ist nur der normale alltägliche Familien-Wahnsinn mit zwei Pubertieren und einem Vor-Pubertier. Also alles gut! Die ersten beiden Tage Homeschooling sind geschafft, ernste Krisen sind ausgeblieben, bis jetzt. Mal sehen wie es weitergeht. Ich werde Euch ab und an mal informieren.

Wie es sonst weitergeht, werdet ihr in regelmäßigen Abständen erfahren. Bis dahin bleibt gesund!

Langsam, aber es wird

Manchmal funktioniert es nicht so wie es soll. Die Erfahrung habe ich dann auch gemacht. Mehrmals sogar. Es ist eine schwere Zeit, für uns alle.

Ich hatte Anfang des Jahres noch sooo viele Pläne, was die Selbstständigkeit angeht. Homepage einrichten, Werbung für Schulen und Kindergärten starten um Vorträge halten zu können, Klienten werben und und und…..ach und noch nebenbei meine Fachberaterin für Säuglinge, Kinder und Jugendliche machen. Wunschdenken und Fantasie sind eine ganz tolle Sache, aber die Realität sah leider etwas anders aus.

Seit Mitte März läuft es ein wenig anders, als wir es gewohnt waren. Auf einmal sind die Kinder zu Hause, Homeschooling ist angesagt. Mutter muss umplanen. Der Mann ist dann auch noch zu Hause, Homeoffice. Okay, noch etwas mehr umplanen. Was kam dann dabei raus? Lernen für die Fachberatung…..no Way! Nicht die Ruhe dafür und erst Recht nicht den Kopf, wenn man zwei von drei Jungs bei den Aufgaben helfen muss.

Hausbesuche, wie es mein Konzept ja vorsieht, waren auch nicht möglich. Also erstmal auf Telefonberatung und E-Mail beschränkt. Klar wäre ich lieber zu meinen Klienten gefahren, aber ich bin auch eine Risikopatientin und musste dementsprechend Vorsicht walten lassen, da wir ja nicht viel über diesen Virus wussten. Im Prinzip ja gar nichts, nur das er stellenweise sehr aggressiv und, im schlimmsten Fall, tödlich sein kann.

So schlichen die Wochen langsam dahin. Nach sechs Wochen durfte mein Mann wieder arbeiten fahren. Die Kinder waren immer noch daheim. Sie blieben auch daheim. Ich habe sie vom Unterricht befreien lassen. Habe ich mir die Entscheidung leicht gemacht? NEIN! Ich war hin und hergerissen. Denn Kontakt zu gleichaltrigen finde ich enorm wichtig und für das Seelenheil ist es auch wichtig. Die Kinder haben mir dann dabei geholfen. Mein Großer sagte zu mir: „Mama, ich möchte nicht das Du krank wirst. Und dann vielleicht noch schlimmeres passiert. Wir wollen dich noch lange haben.“ Das reichte mir um das Attest zu holen. Und trotzdem war das schlechte Gewissen da. Ist es das Richtige? Oder doch den einen Tag in der Woche zur Schule? Schlimm, wenn der Kopf deswegen die ganze Zeit rattert.

Wie lief es dann weiter?

Ich habe die Ernährungsberatung soweit ruhen lassen. Meine Klienten habe ich natürlich weiter beratend zu Seite gestanden, klare Sache. Aber andere Sachen, wie eben die Homepage, Konzepte für Vorträge erstellen, Rezepte schreiben und so, das alles habe ich bis vor ca 14 Tagen nicht gemacht. Und da bin bei, wieder in die Spur zu kommen. So ein wenig fehlt noch der Schwung, aber das wird, denke ich, noch kommen. So richtig einsteigen wird aber auch erst im August passieren. Jetzt haben meine Jungs Ferien und ich mach auch vom 16.07.-07.08.2020 Urlaub.

Danach werde ich mich, hoffentlich gut erholt, voller Tatendrang wieder ans Werk machen. Denn es ist einiges geplant. Drückt mir die Daumen das es auch so klappt, wie ich es mir vorstelle UND dieser listige, kleine Virus das zulässt.

Wir sehen, hören, schreiben uns……

Bleibt gesund